BAG: Revisionen, Audits und Aufsichtsschwerpunkte 2026

Am 20. April 2026 hat der jährliche Austausch des Präsidiums der SVMTR mit Vertretern des Bundesamtes für Gesundheit, Abteilung Strahlenschutz stattgefunden. Die Themen waren unter anderem die Revision der Strahlenschutzverordnung und der Ausbildungsverordnung, Klinische Audits und KI sowie diverse Projekte der Sektionen «Forschungsanlagen und Nuklearmedizin (FANM)» und «Strahlentherapie und medizinische Diagnostik (STD)».

Revision der Ausbildungsverordnung

Das BAG arbeitet an der Totalrevision der Strahlenschutz-Ausbildungsverordnung. Ziele sind:

  • klarere und einfachere Struktur
  • Trennung von medizinischer Ausbildung und technischem Sachverstand
  • flexiblere Anpassung an neue Entwicklungen
  • bessere Übersichtlichkeit ohne komplexe Tabellen

Die SVMTR wird bereits in der Erarbeitungsphase der Ausbildungen der Radiologiefachpersonen vor der offiziellen Vernehmlassung einbezogen. Die offizielle Vernehmlassung ist für den Sommer 2027 vorgesehen.

Klinische Audits und KI

Bis Ende 2025 wurden 215 Zentren auditiert. Im CT-Bereich fehlen noch viele Betriebe, weshalb der erste Auditzyklus verlängert wird. Der zweite Zyklus startet 2026 mit Fokus auf die Umsetzung bisheriger Empfehlungen.

Das BAG verfolgt die Entwicklungen im Bereich Künstliche Intelligenz weiterhin aktiv.

Projekte Forschungsanlagen und Nuklearmedizin FANM

  • Die Erhebung zur Festlegung diagnostischer Referenzwerte (DRW) in der Nuklearmedizin ist abgeschlossen. Dabei wurden neue sowie aktualisierte DRW definiert.
  • SIRT Y-90 Inspektionen zeigen insgesamt einen guten Stand und eine funktionierende Zusammenarbeit zwischen Radiologie und Nuklearmedizin, mit punktuellem Ver-besserungsbedarf im operationellen Strahlenschutz.
  • Rubidium-Inspektionen zeigen insgesamt gute Sicherheitsstandards mit punktuellem Verbesserungsbedarf.
  • 2026 startet ein Projekt zur Kontrolle der Fortbildungspflicht im Strahlenschutz für Personen, die mit offenen radioaktiven Strahlenquellen arbeiten.

Projekte Strahlentherapie und medizinische Diagnostik STD

  • Monitoring: 2023 wurden in der Schweiz 12,9 Mio. radiologische Untersuchungen durchgeführt. Die CT verursacht weiterhin den grössten Anteil der Strahlenexposition.
  • Schwerpunktprojekte laufen zu Cone Beam-CT, Aufsicht Radiotherapie mit Schwerpunkt Qualitäts- und Risikomanagement
  • 2025 wurden 249 meldepflichtige Strahlenereignisse registriert, hauptsächlich durch Patienten- oder Protokollverwechslungen. Die Statistik der gemeldeten Ereignisse wird im Jahresbericht der Abteilung Strahlenschutz publiziert.
  • Das Radiologieportal RPS wird laufend weiterentwickelt.


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