Rückblick Austauschtreffen Netzwerk Leitende der Sektion Deutschschweiz

Am 3. November 2025 trafen sich die leitenden Radiologiefachpersonen der Sektion Deutschschweiz am Universitätsspital Basel. Im Zentrum des Treffens standen aktuelle Entwicklungen in der Verbandsarbeit, Perspektivenmodelle, die Zusammenarbeit mit Gewerkschaften sowie das in Erarbeitung befindliche White Paper MRI.

Zusammenarbeit mit Gewerkschaften und Verbänden

Der SVMTR ist als Berufsverband keine Gewerkschaft. Die Sektion Deutschschweiz arbeitet jedoch mit verschiedenen Personalverbänden wie dem VPOD, PVK St. Gallen, VPV Zürich, Personal Thurgau oder den Luzerner Personalverbänden zusammen. Diese Kooperationen ermöglichen es, Anliegen der Radiologiefachpersonen auf institutioneller Ebene einzubringen, auch wenn der Verband selbst nicht an GAV-Verhandlungen teilnimmt. Für individuelle Fragen stehen die jeweiligen Gewerkschaften oder der Rechtsschutz des SVMTR zur Verfügung.

Perspektivenmodelle und Kompetenzerweiterung

Ein Schwerpunkt war der Austausch über Perspektivenmodelle und Kompetenzerweiterungen. Am Beispiel des Universitätsspitals Basel wurde diskutiert, wie Entwicklungsmöglichkeiten für Radiologiefachpersonen sichtbar gemacht und strukturiert gefördert werden können. Gleichzeitig wurde deutlich, dass spezifische Weiterbildungsangebote im Fachbereich – etwa CAS-Programme – weiterhin fehlen. Das Netzwerk der Leitenden spielt hier eine zentrale Rolle, um qualitativ hochwertige Weiterbildungen zu identifizieren und untereinander zu empfehlen.

White Paper MRI – Verantwortung und Sicherheit

Diskussionsbedarf bestand auch beim Thema White Paper MRI, das derzeit erarbeitet wird. Hintergrund ist, dass es in der Schweiz bislang keine gesetzliche Regelung für die Qualifikation von MRI-Personal gibt. Die Verantwortung liegt bei den Institutionen – mit sehr unterschiedlichen Ansätzen.
Zunehmend übernehmen auch MPA, FaGe oder fachfremde Studierende ohne Bezug zur Medizin Aufgaben im MRI, etwa bei Sicherheitsabklärungen oder der Patientenvorbereitung, häufig ohne spezifische Ausbildung. Ziel des White Papers ist es daher, Empfehlungen und Mindeststandards zu formulieren, um Patientensicherheit und fachgerechtes Arbeiten zu gewährleisten.

Empfohlen wird insbesondere die Einführung eines MRT-Sicherheitszertifikats, das Mitarbeitenden eine standardisierte Schulung in Bereichen wie Screening, Lagerung und Notfällen vermittelt. Damit soll kein Verbot ausgesprochen, sondern die Eigenverantwortung der Institutionen unterstützt werden – im Sinne einer gemeinsamen Sicherheitskultur.

Zukunft des Verbandes

Zum Abschluss betonte Marco Budin die Zukunftsvision des SVMTR: Der Verband soll effizienter, vernetzter und nachhaltiger werden. Die Zusammenarbeit zwischen den Sektionen und dem Zentralvorstand soll gestärkt werden, um gemeinsame Strategien zu entwickeln und Synergien zu nutzen. Der Austausch über Sprach- und Regionsgrenzen hinweg bleibt dabei zentral – für einen starken Berufsverband, der die Radiologiefachpersonen in ihrer täglichen Praxis kompetent unterstützt.

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